Projektgebiet

 

Untersuchungsgebiet

Das Projekt bietet erstmalig die Möglichkeit, das Wissen über die Pilze des traditionsreichen Böhmischen Waldes länderübergreifend zusammenzufassen und zu erweitern. Die Region umfasst auf deutscher Seite den Bayerischen und Oberpfälzer Wald und auf tschechischer Seite einen weiten Bereich des Böhmischen Walds bis zum Gratzener Bergland. Komplettiert wird das Projektgebiet durch die auf österreichischer Seite angrenzenden Teile des Mühl- und Waldviertels. Das Gebiet umfasst damit zwei Nationalparks und mehrere Naturparks sowie Landschaftsschutzgebiete.

Das Projektgebiet (schwarze Grenze) mit den Nationalparks Bayerischer Wald und Böhmerwald

Das Projektgebiet (schwarz umrandet) mit den Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava (grüne Fläche). (Bild: Karasch, Kunze)

Karte_klein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Legende

 

Blick von Lackenberg an der deutsch-tschechischen Grenze

 

Blick vom Lackenberg im deutsch-tschechischen Grenzgebiet. Im Hintergrund mit Borkenkäferbefall und Naturverjüngung im Vordergrund. (Bild: A. Kunze)

Biotopbeispiele

1. Moorlandschaften

Im Projektgebiet gibt es im Vergleich zu anderen Gegenden einen hohen Anteil an Moorlandschaften. Hierzu gehören Niedermoore, Hochmoore und Moorwälder und anmoorige Wälder. Moore sind dort enstanden, wo es nach der letzten Eiszeit vor mehr als 12.000 Jahren aufgrund von wasserundurchlässigen Bodenschichten zum Anstau von Wasser mit anschliessender Verlandung kam. Moore sind von natur aus sehr nährstoffarm mit entsprechend darauf angepassten Pflanzen, Pilzen und Tieren. Das Vorkommen verschiedener Torfmoose (Sphagnum sp.) ist charakteristisch für alle Moortypen.

Kronendach im Moorwald
Moorbirken und Fichten im Böhmerwald                                                             Foto: P. Karasch

 

Sonnentau und Torfmoos in einem Niedermoor
Rundblättriger Sonnentau und Torfmoos in einem Niedermoor                    Foto: P. Karasch

 

Auch unter den Pilzen gibt es absolute Moorspezialisten. Einige findet man direkt im Torfmoos, manche tragen daher Artnamen wie "sphagnophila" oder "sphagnorum".

Galerina sphagnorum
Torfmoos-Häubling - Galerina sphagnorum                                     Foto: P. Karasch

 

 


Projektbeschreibung

Partner